Ich kann nicht mehr – Meine Liebe

Das ist das Buch
indem all die Gedichte stehen.

Das sind die Buchstaben
nach denen sie sich benannte.
Gestohlen von einem Grab.

Das s in der Mitte
mit dreifacher Bedeutung.
Ihr wahrer Name.
So viele Schöne Worte.
Das Schreiben
Die Sterne
Der Schmerz…
Die Sehnsucht
Und im Fluss gelesen:
Meine Hoffnung

Das ist die Kette
von ihrem ersten Freund.
Das Buch
ist ihm gewidmet.

Tiefer,
als nur durch seinen Namen
auf der ersten Seite.
Weil sie es sich nie verzieh,
dass sie zu spät erkannte,
was sie für ihn war.

Das ist der Füller,
mit dem sie all die Worte schrieb.
Die Waffe,
die sie führte.
Der all das
mit ihr
über Jahre ertragen.
Alle Tränen geweint
Alle Träume geträumt
Alle Schmerzen durchlitten
Alle Gedanken gefangen
Alle Sehnsucht durchlebt
in diesem Buch
von ihr.

Alles was sie wollte:
Jemand der sie liebt
hat dies vor dir versteckt,
all die Zeit.

Um dich nicht zu schrecken.
Um nicht zu verlieren,
was ihr gefunden habt.

Und nun stehst du hier,
mein Buch in deinen Händen,
sagst mir all die schönsten Worte,
auf die so lange ich gewartet
und erkennst,
dass ich die Deine bin,
die jedes Wort geschrieben.

Alles was ich wollte:
Jemand der mich liebt.
Der auch diesen Teil von mir
erkennt
und respektiert.
Der mehr sieht,
als ein Tagebuch
aus schwarzer Depression.
Der mehr sieht,
als den Ausdruck,
des Wahnsinns.

Dieser Mensch bist du.
Hier an meiner Seite.
Sagst das Schönste über Sie,
erkennst ihr Innerstes,
siehst sie tief in mir
und doch,
ich fürchte mich
und weiß nicht wovor.

Ich Weine,
Warte,
Flehe!

Komm!
Und nimm mich in den Arm…

Doch du bleibst fern…

Mein Schrei
im dunklen Zimmer.
Mein Weinen…
ungehört…

Weil niemand hier ist…

Meine Sehnsucht durchlebt…
Mit dieser Feder…
Gefallen…

Großstadtlyrik

Schatten, wie das Blut eines toten Wesens,
ergießen sich über die Wege.
Jeder hier sucht, vergeblich,
ein Zeichen echten Lebens.
Einsam, als wenn jemand Blumen auf ein Grab legte.

Bäume, mitten in der Dunkelheit.
Die Welt verschwimmt, trostlose Tränen für nichts geweint.
Tausende Menschen, unzählige Straßen, ohne Zusammenhalt.
Einsam, spiegelt sich im schwarzen Teich, die einheitliche Masse, die doch nichts eint.

Sie kamen hier her um Dinge zu finden.
Und sie suchen noch immer in den Schatten,
zwischen den Mauern, die wissen, dass es nichts gibt.
Einsam stehen sie und sehen wie die Gasse stirbt.

Sie reden über sinnlose Dinge,
niemand spricht das, was er denkt.
Geräusche verschwinden,
werden ausgeblendet,
lösen sich auf.

Wenn sich das Blut noch tiefer über die Straßen senkt.
Einsam, wie mit Blumen am Grab.
Niemand lässt einem Gefühl seinen Lauf.

Ereignisse

Es ist eine ereignisreiche Zeit.
Letzten Sonntag durften wir die Weihnachtsausstellung Blockhaus im Rathaus der Burladinger Maler mit Cataract of Dreams eröffnen. Vielen herzlichen Dank für die Einladung, den großartigen Tag und das viele Lob an unsere Musik.
Nächste Woche Samstag spielen wir bei den SPH Music Masters und am 20.12 endet die Ausstellung von Feuerwicht und mir im jamclub Musikschule und zugleich bauen wir unsere neue Ausstellung im Burladinger Rathaus auf, wo sie dann ein Vierteljahr lang hängen wird. Anschließend kommen die Feiertage, das neue Jahr… und wie es in diesem weitergeht ist noch unklar, aber Möglichkeiten gibt es schon viele.

Gift

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Es gibt in dieser Welt
Keinen anderen Kick
Keine bessere Motivation
Keinen anderen Weg
um dazu zu gehören

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Weil du zum glücklich sein
Freunde brauchst
Freunde wie uns
Die immer an deiner Seite stehen
um dir aus deinen Tiefs zu helfen
um dir den rechten Weg zu weisen
in eine Welt voller Spaß
voller Freude
voller Glück

Wenn du unser Freund sein willst
Töte dich

Das Gift in deinen Adern zeigt dir
dass du noch am Leben bist
Wenn alles in dir sich sträubt
hast du alles richtig gemacht
Denn es gibt in dieser Gesellschaft
Keinen anderen Weg
Keinen anderen Kick
Kein besseres Gefühl

Wenn du dich nicht erbrichst
dann lebst du noch nicht
Wenn du dich nicht tot fühlst
bist du niemals frei

Stell dich zum singen
auf den Marktplatz
Schrei all deine Schmerzen hinaus!

Und wenn ich da stehe
und aus vollem Herzen singe
fragt ihr mich
warum ich jetzt
zum ersten Mal
betrunken bin

Weil ihr nicht versteht
dass Leben aus Leben entsteht
und das alles was passiert ist
dass ihr verlernt
nüchtern zu lachen
dass ihr euch nicht mehr traut
nüchtern zu tanzen
dass ihr darüber lacht
wenn jemand nüchtern weint
dass ihr vergesst
zu leben
und es nicht spürt
und dass ihr früher sterben werdet

Ich aber brauch euch nicht
zum glücklich sein

Farblose Eisrose

Und Arroganz wird fallen
Sturmwindblüten
treiben übers Eiswasser
und der Wind
ein gehauchter Kuss
drückt den Adler zu Boden
tief hinein
in die Kälte…

Das Wasser spritzte hoch
im Licht der Ersten morgens
brach tausende von Regenbögen
und nahm zwei Farben mit
hinab.
Das Blauschwarz und das klare farblos.

Der Adler spiegelt sich darin
bis es denkt,
dass es das Höchste wär
und fliegen könnt
und das Eis wächst darüber
und der Sturmwind zieht auf…

Das stolze Tier
sieht dort am Horizont
das letzte Prisma
im Sonnenuntergang
zerspringt in tausend Blüten.

Fortgehaucht vom sanften Kuss
vermag das Eis nicht mehr zu schmelzen
kann nur verfallen
auf blauschwarzem Grund
und fallen in seine Tiefen
das Herz zu erfrieren… Und der Sturmwind
drückt den Adler
zum Boden hinab.
Weil warme Thermik
auch warmes Wasser braucht.