Scherbenfresser – Erzählspiel

Besser spät als nie ;)
Vor etwa zwei Monaten erschien ein neues Erzählspiel von Gianni Ventrella unter dem Titel Scherbenfresser.
Für das Spiel, das schon in der Vorbestellung fast 100 mal verkauft wurde, hat Feuerwicht das Titelbild gestaltet und einen Großteil der Illustrationen zur Verfügung gestellt.

Seht euch das Projekt gerne näher an unter: //scherbenfresserde.wordpress.com/

Die Wächterin

Severin Frank und ich hatten mal wieder viel Spaß bei einem abendlichen Fotoshooting am und im Wasser. Mehr faszinierende Bilder und Kontakt zum Fotographen gibt es unter: www.severin-frank.de
Ein besonderer Dank geht außerdem an Feuerwicht für die kompetente Beratung zum Charakterdesign und die tatkräftige Hilfe vor Ort.

Zerstört

Zerstört – Mein Wesen

Eine Maske aus Gold.
Strahlendes Lachen.
Bunte Federn.
Fröhlich.

Eine Mauer aus Eis.
Gefühlloses Herz.
Graues Gitter.
Verbittert.

Ein Käfig aus Stahl.
Gefangener Verstand.
Silbriger Nebel.
Kompliziert.

Ein Labyrinth aus Stein.
Vereinsamte Seele.
Schwarze Wege.
Geheimnisvoll.

Das alles geschaffen.
Um es zu schützen.
Vor aller Hoffnung.
Vor allem Vertrauen.

Nach außen hin offen.
Im Innern verschlossen.

Das alles geschaffen.
Um es zu schützen.
Vor aller Liebe.
Vor aller Nähe.

Weil nichts davon wahr war.
Und jemals sein wird.

Das alles geschaffen.
Um es zu schützen.
Vor allen Schmerzen.
Vor allem Leid.

Weil alles was es schuf zerstört wurde.
Und etwas Neues hinterließ.

Neue Leere.
Neue Scherben.
Immer tiefer.
Immer feiner.

Lügen dieser Zeit

Lügen dieser Zeit

Blut an der Wand
und die Zeit
in meinen Händen
steht still,
läuft ab;
träumend
von der Zukunft.

Schwarz
glänzen deine Gedanken.
Nebel trübt
eine gläserne Klarheit.
Keine Erinnerung.
Du träumst
von Vergangenheit.

Federleicht
hängen deine Worte
in lauwarmer Luft.
Du lächelst höflich,
schönste Lüge
und es gibt keine Gegenwart.
Nur Träume.

Memento mori …

Memento mori …

Meine Hoffnung steht in Flammen
Meine Träume zum Verkauf

Aus Liebe
zum Vaterland
gelebt.
Nicht
aus Liebe
zum Leben
geliebt.

Worte können töten,
am Leben bleiben,
Leben erhalten.
Und vernichten doch.
nur die Wesen mit Herz.

Leere Gebäude.
Zweckentfremdet, neu aufgebaut,
sollen den Geist alter Tage fassen,
den Schmerz aller Menschen bewahren.

Wahre Worte müssen nicht erzählen.
Sie sprechen für sich selbst.
Ihre Lüge offenbahrt sich
allein im Spiegelbild,
wenn man sie von innen sieht.

Waren die Grillen schon hier?
Um Trost zu spenden während Stunden des Wartens
auf das Warten
auf das Ende?
Sangen sie schon,
damals?

Und warum auch nicht?
Wenn der Blick aus dem Fenster
einen Spiegel zeigt,
der endlos Spiegel spiegelt,
das Spiegelbild nichts als Wahrheit ist,
die Wahrheit
der Ewigkeit
unendlicher Schmerzen.

Wir sprachen darüber,
dass Identität auf Nummern reduziert wird.

Doch jetzt, Jahre danach,
sind sie doch wieder nur Nummern,
wieder nur Zahlen,
weil viele Identitäten
doch nur Masse sind.

Das ist der Ort, an dem Menschen gedenken.
Das sind die Dinge, denen Menschen gedenken.
Das ist die Art, auf die Menschen gedenken,
auf die Menschen gedacht wird.

Wofür dann gelebt?
In all den Nächten?
Jemals geträumt?
von scheinbarer Freiheit?
Weil das alles niemals wahr wird?

Kann Tod Erlösung und Anfang sein?
Weil das, was er beendet
des Nachdenkens nicht lohnt?

REM-Notizen

Karriere - Aus der Ausstellung REM-Notizen

Das neue Ausstellungsjahr im Burladinger Rathaus wird von einem Neumitglied der „burladinger maler“ eröffnet. Für Axel Kuckuk, der seit Sommer 2019 im Verein dabei ist, ist es die erste Ausstellung bei den burladinger malern. Gemeinsam mit der Autorin Kathrina s. East entstand das Konzept, das von Jahresbeginn an bis zum 31. März zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist.

Die Ausstellung trägt den Titel REM-Notizen. Sie möchte einladen, einen Schritt vom Alltag zurückzutreten und sich dem Absurden zu öffnen. Dabei interagieren die Werke mit unserer gewohnten Welt, indem sie diese mit diversen Schnapsideen ergänzen, ohne sich dabei selbst allzu ernst zu nehmen.

Gezeigt werden in der Ausstellung 71 Werke. Dabei handelt es sich um nachbearbeitete Tusche-Zeichnungen, welche teilweise am Computer koloriert wurden, sowie um fünf ergänzende Gedichte von Kathrina s. East.

Wer Interesse an der Besichtigung charmanter, abwechslungsreicher und ungewöhnlicher Zeichnungen hat, der ist in den folgenden Monaten im Burladinger Rathaus sicher an der richtigen Adresse.

Mehr Informationen unter:

www.burladinger-maler.de

www.feuerwicht.de (Homepage des Künstlers)

www.kath-east.de (Homepage der Autorin)

Weihnachtslieder, Neujahrslieder

Gerade war ich am Aussuchen der Weihnachtslieder, die wir heute Abend in der Familie spielen werden. Dabei bin ich über ein recht bekanntes Lied gestolpert, dessen erste Strophe mir gerade mehr bedeutet, als jedes Weihnachtslied:

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …

(Wo Menschen sich vergessen, Text: Thomas Laubach)

Wir Menschen werden ständig älter und das gibt uns die Möglichkeit, eine Menge dazuzulernen. Doch um gelerntes auch zur Entfaltung bringen zu können, ist es manchmal notwendig, neu zu starten. Das eigene Leben, aber auch die Beziehung mit anderen. Nach Weihnachten kommt bald Neujahr. Der Zeitpunkt an dem sich viele überlegen, was als nächstes passiert. Vielleicht auch ein Zeitpunkt, um ein mal in Gedanken alles neu zu starten. Und dann, vielleicht, die alten Wegen zu verlassen.