Großstadtlyrik

Schatten, wie das Blut eines toten Wesens,
ergießen sich über die Wege.
Jeder hier sucht, vergeblich,
ein Zeichen echten Lebens.
Einsam, als wenn jemand Blumen auf ein Grab legte.

Bäume, mitten in der Dunkelheit.
Die Welt verschwimmt, trostlose Tränen für nichts geweint.
Tausende Menschen, unzählige Straßen, ohne Zusammenhalt.
Einsam, spiegelt sich im schwarzen Teich, die einheitliche Masse, die doch nichts eint.

Sie kamen hier her um Dinge zu finden.
Und sie suchen noch immer in den Schatten,
zwischen den Mauern, die wissen, dass es nichts gibt.
Einsam stehen sie und sehen wie die Gasse stirbt.

Sie reden über sinnlose Dinge,
niemand spricht das, was er denkt.
Geräusche verschwinden,
werden ausgeblendet,
lösen sich auf.

Wenn sich das Blut noch tiefer über die Straßen senkt.
Einsam, wie mit Blumen am Grab.
Niemand lässt einem Gefühl seinen Lauf.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.