Memento mori …

Memento mori …

Meine Hoffnung steht in Flammen
Meine Träume zum Verkauf

Aus Liebe
zum Vaterland
gelebt.
Nicht
aus Liebe
zum Leben
geliebt.

Worte können töten,
am Leben bleiben,
Leben erhalten.
Und vernichten doch.
nur die Wesen mit Herz.

Leere Gebäude.
Zweckentfremdet, neu aufgebaut,
sollen den Geist alter Tage fassen,
den Schmerz aller Menschen bewahren.

Wahre Worte müssen nicht erzählen.
Sie sprechen für sich selbst.
Ihre Lüge offenbahrt sich
allein im Spiegelbild,
wenn man sie von innen sieht.

Waren die Grillen schon hier?
Um Trost zu spenden während Stunden des Wartens
auf das Warten
auf das Ende?
Sangen sie schon,
damals?

Und warum auch nicht?
Wenn der Blick aus dem Fenster
einen Spiegel zeigt,
der endlos Spiegel spiegelt,
das Spiegelbild nichts als Wahrheit ist,
die Wahrheit
der Ewigkeit
unendlicher Schmerzen.

Wir sprachen darüber,
dass Identität auf Nummern reduziert wird.

Doch jetzt, Jahre danach,
sind sie doch wieder nur Nummern,
wieder nur Zahlen,
weil viele Identitäten
doch nur Masse sind.

Das ist der Ort, an dem Menschen gedenken.
Das sind die Dinge, denen Menschen gedenken.
Das ist die Art, auf die Menschen gedenken,
auf die Menschen gedacht wird.

Wofür dann gelebt?
In all den Nächten?
Jemals geträumt?
von scheinbarer Freiheit?
Weil das alles niemals wahr wird?

Kann Tod Erlösung und Anfang sein?
Weil das, was er beendet
des Nachdenkens nicht lohnt?

REM-Notizen

Karriere - Aus der Ausstellung REM-Notizen

Das neue Ausstellungsjahr im Burladinger Rathaus wird von einem Neumitglied der „burladinger maler“ eröffnet. Für Axel Kuckuk, der seit Sommer 2019 im Verein dabei ist, ist es die erste Ausstellung bei den burladinger malern. Gemeinsam mit der Autorin Kathrina s. East entstand das Konzept, das von Jahresbeginn an bis zum 31. März zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist.

Die Ausstellung trägt den Titel REM-Notizen. Sie möchte einladen, einen Schritt vom Alltag zurückzutreten und sich dem Absurden zu öffnen. Dabei interagieren die Werke mit unserer gewohnten Welt, indem sie diese mit diversen Schnapsideen ergänzen, ohne sich dabei selbst allzu ernst zu nehmen.

Gezeigt werden in der Ausstellung 71 Werke. Dabei handelt es sich um nachbearbeitete Tusche-Zeichnungen, welche teilweise am Computer koloriert wurden, sowie um fünf ergänzende Gedichte von Kathrina s. East.

Wer Interesse an der Besichtigung charmanter, abwechslungsreicher und ungewöhnlicher Zeichnungen hat, der ist in den folgenden Monaten im Burladinger Rathaus sicher an der richtigen Adresse.

Mehr Informationen unter:

www.burladinger-maler.de

www.feuerwicht.de (Homepage des Künstlers)

www.kath-east.de (Homepage der Autorin)

Weihnachtslieder, Neujahrslieder

Gerade war ich am Aussuchen der Weihnachtslieder, die wir heute Abend in der Familie spielen werden. Dabei bin ich über ein recht bekanntes Lied gestolpert, dessen erste Strophe mir gerade mehr bedeutet, als jedes Weihnachtslied:

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …

(Wo Menschen sich vergessen, Text: Thomas Laubach)

Wir Menschen werden ständig älter und das gibt uns die Möglichkeit, eine Menge dazuzulernen. Doch um gelerntes auch zur Entfaltung bringen zu können, ist es manchmal notwendig, neu zu starten. Das eigene Leben, aber auch die Beziehung mit anderen. Nach Weihnachten kommt bald Neujahr. Der Zeitpunkt an dem sich viele überlegen, was als nächstes passiert. Vielleicht auch ein Zeitpunkt, um ein mal in Gedanken alles neu zu starten. Und dann, vielleicht, die alten Wegen zu verlassen.

Großstadtlyrik

Schatten, wie das Blut eines toten Wesens,
ergießen sich über die Wege.
Jeder hier sucht, vergeblich,
ein Zeichen echten Lebens.
Einsam, als wenn jemand Blumen auf ein Grab legte.

Bäume, mitten in der Dunkelheit.
Die Welt verschwimmt, trostlose Tränen für nichts geweint.
Tausende Menschen, unzählige Straßen, ohne Zusammenhalt.
Einsam, spiegelt sich im schwarzen Teich,
die einheitliche Masse, die doch nichts eint.

Sie kamen hier her um Dinge zu finden.
Und sie suchen noch immer in den Schatten,
zwischen den Mauern, die wissen, dass es nichts gibt.
Einsam stehen sie und sehen wie die Gasse stirbt.

Sie reden über sinnlose Dinge,
niemand spricht das, was er denkt.
Geräusche verschwinden,
werden ausgeblendet,
lösen sich auf.

Wenn sich das Blut noch tiefer über die Straßen senkt.
Einsam, wie mit Blumen am Grab.
Niemand lässt einem Gefühl seinen Lauf.

Ereignisse

Es ist eine ereignisreiche Zeit.
Letzten Sonntag durften wir die Weihnachtsausstellung Blockhaus im Rathaus der Burladinger Maler mit Cataract of Dreams eröffnen. Vielen herzlichen Dank für die Einladung, den großartigen Tag und das viele Lob an unsere Musik.
Am 20.12 endet die Ausstellung von Feuerwicht und mir im jamclub Musikschule und zugleich bauen wir unsere neue Ausstellung im Burladinger Rathaus auf, wo sie dann ein Vierteljahr lang hängen wird. Anschließend kommen die Feiertage, das neue Jahr … und wie es in diesem weitergeht ist noch unklar, aber Möglichkeiten gibt es schon viele.

Gift

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Es gibt in dieser Welt
Keinen anderen Kick
Keine bessere Motivation
Keinen anderen Weg
um dazu zu gehören

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Weil du zum glücklich sein
Freunde brauchst
Freunde wie uns
Die immer an deiner Seite stehen
um dir aus deinen Tiefs zu helfen
um dir den rechten Weg zu weisen
in eine Welt voller Spaß
voller Freude
voller Glück

Wenn du unser Freund sein willst
Töte dich

Das Gift in deinen Adern zeigt dir
dass du noch am Leben bist
Wenn alles in dir sich sträubt
hast du alles richtig gemacht
Denn es gibt in dieser Gesellschaft
Keinen anderen Weg
Keinen anderen Kick
Kein besseres Gefühl

Wenn du dich nicht erbrichst
dann lebst du noch nicht
Wenn du dich nicht tot fühlst
bist du niemals frei

Stell dich zum singen
auf den Marktplatz
Schrei all deine Schmerzen hinaus!

Und wenn ich da stehe
und aus vollem Herzen singe
fragt ihr mich
warum ich jetzt
zum ersten Mal
betrunken bin

Weil ihr nicht versteht
dass Leben aus Leben entsteht
und das alles was passiert ist
dass ihr verlernt
nüchtern zu lachen
dass ihr euch nicht mehr traut
nüchtern zu tanzen
dass ihr darüber lacht
wenn jemand nüchtern weint
dass ihr vergesst
zu leben
und es nicht spürt
und dass ihr früher sterben werdet

Ich aber brauch euch nicht
zum glücklich sein

Ausstellungseröffnung DREIKLANG

Von links nach rechts: Regina Dittmar (Acrylgemälde), Johannes Höfener (Piano, Keyboarder bei CatoD), Kathrina s. East (Gedichte, Gesang, Sängerin bei CatoD), Feuerwicht (Zeichnungen, Schlagzeug, Drummer bei CatoD), Jörg Honecker (Leiter des jamclub Tübingen).

Am Donnerstag war es endlich soweit: Die Ausstellung DREIKLANG wurde in Tübingen eröffnet. Gezeigt werden in der Musikschule jamclub bis zum 20.12.2019 Zeichnungen von Feuerwicht, Acrylmalereien von Regina Dittmar und ein paar Texte von mir. Die musikalische Gestaltung übernahm die kleine Besetzung von Cataract of Dreams.

K.s.E und Feuerwicht vor den Drucken seiner Zeichnungen Nachtvogel (Aus der Gedichtsammlung "Meine schönste Melodie" und Quadrichon (Siehe auch Titelbild dieser Homepage).