Weihnachtslieder, Neujahrslieder

Gerade war ich am Aussuchen der Weihnachtslieder, die wir heute Abend in der Familie spielen werden. Dabei bin ich über ein recht bekanntes Lied gestolpert, dessen erste Strophe mir gerade mehr bedeutet, als jedes Weihnachtslied:

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …

(Wo Menschen sich vergessen, Text: Thomas Laubach)

Wir Menschen werden ständig älter und das gibt uns die Möglichkeit, eine Menge dazuzulernen. Doch um gelerntes auch zur Entfaltung bringen zu können, ist es manchmal notwendig, neu zu starten. Das eigene Leben, aber auch die Beziehung mit anderen. Nach Weihnachten kommt bald Neujahr. Der Zeitpunkt an dem sich viele überlegen, was als nächstes passiert. Vielleicht auch ein Zeitpunkt, um ein mal in Gedanken alles neu zu starten. Und dann, vielleicht, die alten Wegen zu verlassen.

Pictures of Me

Ausnahmsweise habe ich die Fotos in diesem Beitrag nicht selbst gemacht. Stattdessen bin ich mit einem Freund und Fotographen unterwegs gewesen. Das Lob für die schönen Bilder geht an Severin Frank. Danke dafür.

Unbenannt

Und ich breite meine Flügel aus…
Wohin soll ich fliegen? Das Wasser
unter mir ist tief und schwarz. Es
brodelt in dunklen Tönen. Der Himmel
über mir, bedeckt von gejagten Wolken,
zeigt mir den Weg zu mir. Dort ist
das Licht.

Mein Herz schlägt verzweifelt nach oben,
nach unten drückt mich meine Angst.
Wenn meine Flügel stark sind kann ich
es schaffen, wenn sie schwach sind werde
ich fallen.

Das Wasser ist so kalt und so hell strahlt
die Sonne über mir. Rauer Nordwind
ich flehe dich an, erlöse mich!

geschrieben von Lisa Hersacher

Emilys Hoffnung

Hoffnung – gefiedertes Wesen,
das in unserer Seele flattert
Es singt den Klang des Lebens ohne Worte
Niemals endendes Klagelied
Zauberworte gegen die Trauer

Ihre Stimme webt in das Rauschen des Sturms
den Ton eines Windspiels
Ihr sanft schüchternes Klopfen am Fenster
überdeckt ihre weltumspannenden Flügel

Weise den Pfad im Schnee
Sei die Brücke über den Ozean
Niemals hat sie danach gefragt
was wir für sie tun werden

(Interpretation von Emily Dickinsons Hope is the thing with Feathers.)