Sprachlos

Wir wandeln an deinen Ufern
Wir Dichter von morgen
Geister von heute
und die Gespenster der Zukunft

Wir wortlosen Dichter von morgen
Die Herzen voll
mit ungesagten Worten
und in den Augen Tränen

Namenloser Fluss
in dieser stolzen
und doch unbekannten Stadt

Obwohl du so flüsternd erzählst
stehen wir oft sprachlos
an deinen stillen Ufern

So wandeln wir an deinen Ufern
Wir Dichter von morgen
Geister von heute
und die Gespenster der Zukunft

Und sind sprachlos vor Schönheit
Namenlos und stolz
wie eine reiche
und doch unbekannte Stadt

MsH & Daydreams

Mein schwarzes Herz

Nach monatelanger Arbeit macht die Gestaltung meines ersten Gedichtsbandes Mein schwarzes Herz große Fortschritte. Severin Frank hat das Foto für das Titelbild geschossen, die Illustrationen sind alle zusammengestellt, nur ein Teil des Layouts fehlt noch.

Daydreams

Der erste Teil des surrealen Comics Daydreams von Feuerwicht ist aktuell auf einer Comic-Ausstellung in Tübingen zu sehen.
Die Texte zur Geschichte stammen von mir.

Tonlose Stille

Tonlose Stille

Versunken in weißer Stille Ein Himmel voller Farben grau-weiße Schlieren auf einem unwirklichen Blau

Am höchsten Punkt einer schlafenden Welt Ein stehender Zauber der schwebte und fiel Im Fluss erstarrt Ein angehaltenes Leben

Die atemlose Weite Ferne ist überall Und wir sind verloren in ihr Erfülltheit voller Schönheit bis zum Horizont und alle Gefühle konzentriert auf einen Punkt dr nichts mehr ist

Das schlafende Schweigen einer atemlosen Welt und ein erstarrt stilles Herz Ein zu schwacher Gedanke um es wahrzunehmen Ein gefallener Zauber Bis die Leere in mir singt und schwebt

Gerufen und Gesandt

Gerufen und Gesandt

Gerufen und Gesandt
auf einen Weg,
der weiter geht,
als wir uns vorstellen können,
ein Weg,
der weit fort führt.

Gerufen und Gesandt
in eine Welt,
die weiter reicht,
als unser Horizont erfassen kann,
eine Welt,
die alles verbindet.

Gerufen und Gesandt
in fremde Kulturen,
die niemals ganz unsere sein werden,
Kulturen und Menschen,
die unser Leben,
vollkommen verändern können.

Gerufen und Gesandt
aus vielen Gründen,
die wir niemals ganz verstehen werden,
Gründe, Hintergründe, Abgründe,
in uns,
die wir nicht immer ganz durchschauen.

Gerufen und Gesandt
vom Drang nach Gerechtigkeit,
die wir allein niemals erreichen können,
eine Gerechtigkeit,
die alle braucht,
auch uns.

Gerufen und Gesandt
um Licht zu sein,
in einer Dunkelheit,
deren Ausmaß wir nicht begreifen,
weil wir sie nicht erleben mussten.
Weil wir helfen wollen.

Gerufen und Gesandt
Wir, Alle, Gemeinsam,
Warum? Wohin?
Auf einen Weg,
der weiter geht,
als wir uns vorstellen können.

Nachtwind

Nachtwind

Stell dir vor,
ein langer Flur.
prunkvoll,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
die große Halle.
prächtig,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
dort an der Wand,
die alte Pendeluhr.

Das Zifferblatt,
aus Diamant,
ist eingestaubt,
seit Jahren.

Ein tristes Märchenland.

Dort in der Pendelmitte,
ein herrlicher Rubin.
Doch gibt es niemals Wind,
den Staub von ihm zu wehn.

Da sieh, durch leere Säle,
still ein Schatten geht.
Sein warmer, schwarzer Atem,
durch die Gänge zieht.

Leere gänge,
Leere hallen,
er trägt Sie alle fort,
und sein warmer Atem zieht,
still durch diesen Ort.

Durch das triste Märchenland,
Sieh! er nähert sich der Uhr.
Sieh! er hebt die Flammenhand!

und stößt mit
sanften, zarten Fingern,
sacht, das schöne Pendel an…