Einsamer Kuss

Was passiert mit dieser Welt?
wir rennen,
so schnell wir können,
zu einem Platz,
der nie existiert.

Der Platz
eines einsamen Kusses im Dunkeln.
Wenn du eine Straße entlang gehst,
so lang,
dass deine Augen es niemals fassen können.
Das Ende.

Du hast das Gefühl verloren,
von Geist
und der Sicherheit der Seele.
Es ist wunderschön an einem Ort zu sein.
Ein Ort eines Geheimnisses
voller Sicherheit.
Niemand ist dort mit dir.

Liebe ist wie ein Himmel voller Sterne.
Deine Finger
können den Himmel berühren,
aber deine Seele
ist zu weit entfernt.

Doch gerade an diesem Platz,
mehr als irgendwo sonst,
braucht dein Herz einen Freund.
Einen Freund, der an deiner Seite steht,
der dich niemals allein lässt.

Hier,
auf der langen Straße
brauchst du einen Freund.
Für einen einsamen Kuss in der Dunkelheit.
Für einen Dunklen Kuss in der nacht.
Denn ohne ihn
können deine Augen es niemals fangen.
Das Ende.

Eine Ankunft

In meinen Gedanken
sah ich ein Eisgerippe.
Ich bin darauf gestanden
hab es unter dem Schuh zertreten.
Zu Knochenstaub.

Was ist daraus geworden?
Nichts als Pulverschnee…
Wenn ich an meine Knochen denke…
Was wird aus ihnen werden,
wenn ich nicht mehr bin
um sie vor Fremden zu beschützen?

So geh ich Jahr für Jahr dahin.
Und unter meinen Füßen
knicken Blüten, Gräser, Blätter
bis schließlich am Ende
nur eine Fußspur bleibt.

Das Gedächtnis einer Reise,
die nur Zerstörung hinterlassen,
die niemals an ein Ende kam.
Und in den Tränen der Anderen
wächst ein kleiner Baum.

Dieses Hier

Ein schwarzes Buch
Drei Worte
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Erzählen mein Leben
Binden meinen Schmerz

Einsame Menschen
flüchten in Welten.
Von Anderen erdacht,
von sich selbst geschaffen.

Ich flüchte mich
in Träume
in Wahrheit
Die nur ich begreife

Sommersturm (26.07.2018)

Die Luft zittert, weich und zärtlich, wie ein Windhauch im Sommer.
Deine Augen sind geschlossen und die Welt steht still. Lauscht deinem Herzschlag. Lausche du ihrem Zittern.
Hier liegt eine Ruhe in jedem Stein, eine in jedem Atemzug und auf einmal, von irgendwoher beginnst auch du zu zittern. Eine Vorfreude, tief in deiner Seele, wie ein Verliebtsein, nur unerforschter, wie das Gegenteil unfassbarer Wut.
Was immer dich erfüllt, es braucht dich jetzt. Wind erhebt sich in deinen Haaren und fährt durch dein Gesicht. Ein Herzschlag, flatternd wie ein Vogel, will plötzlich stark und unantastbar sein. Jede Geste, jedes Wort und Ton, verwandelt nun ein Zittern in einen Sommersturm und alles dreht sich nur um dich.
Es ist ein Orkan, der die Wände davonreißt und von dort wo du stehst lässt du Berge wachsen. Dann, im nächsten Moment, spürst du Gras an den Füßen. Du bist wie ein Engel. Deine Schultern schmerzen am Flügelansatz und deine Schwingen breiten sich aus, bis hinaus in den Sonnenaufgang.
In diesem einen Moment lässt sich alles ändern. Um dich herum zittert die Welt.
Hörst du es flüstern? Da weht ein Wind durch deine Federn.
Sei der Schmetterling, dessen Flügelschlag den Sommersturm entfacht.