Gerufen und Gesandt

Gerufen und Gesandt

Gerufen und Gesandt
auf einen Weg,
der weiter geht,
als wir uns vorstellen können,
ein Weg,
der weit fort führt.

Gerufen und Gesandt
in eine Welt,
die weiter reicht,
als unser Horizont erfassen kann,
eine Welt,
die alles verbindet.

Gerufen und Gesandt
in fremde Kulturen,
die niemals ganz unsere sein werden,
Kulturen und Menschen,
die unser Leben,
vollkommen verändern können.

Gerufen und Gesandt
aus vielen Gründen,
die wir niemals ganz verstehen werden,
Gründe, Hintergründe, Abgründe,
in uns,
die wir nicht immer ganz durchschauen.

Gerufen und Gesandt
vom Drang nach Gerechtigkeit,
die wir allein niemals erreichen können,
eine Gerechtigkeit,
die alle braucht,
auch uns.

Gerufen und Gesandt
um Licht zu sein,
in einer Dunkelheit,
deren Ausmaß wir nicht begreifen,
weil wir sie nicht erleben mussten.
Weil wir helfen wollen.

Gerufen und Gesandt
Wir, Alle, Gemeinsam,
Warum? Wohin?
Auf einen Weg,
der weiter geht,
als wir uns vorstellen können.

Nachtwind

Nachtwind

Stell dir vor,
ein langer Flur.
prunkvoll,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
die große Halle.
prächtig,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
dort an der Wand,
die alte Pendeluhr.

Das Zifferblatt,
aus Diamant,
ist eingestaubt,
seit Jahren.

Ein tristes Märchenland.

Dort in der Pendelmitte,
ein herrlicher Rubin.
Doch gibt es niemals Wind,
den Staub von ihm zu wehn.

Da sieh, durch leere Säle,
still ein Schatten geht.
Sein warmer, schwarzer Atem,
durch die Gänge zieht.

Leere gänge,
Leere hallen,
er trägt Sie alle fort,
und sein warmer Atem zieht,
still durch diesen Ort.

Durch das triste Märchenland,
Sieh! er nähert sich der Uhr.
Sieh! er hebt die Flammenhand!

und stößt mit
sanften, zarten Fingern,
sacht, das schöne Pendel an…