Eingesperrt

Hier haben wir uns das letzte Mal gesehen,
Hier werden wir uns das letzte Mal sehen.
Um für immer zu beenden,
was wir für die Ewigkeit begonnen haben.

Lange war ich nicht mehr hier.
Tränen in meinen Augen,
die ich nicht weinen kann.
Und niemals weinen werde.

Trauer und Sehnsucht, Gefühle
zu real um wirklich zu sein.
Niemals mehr lieben wollen,
doch die Hoffnung kommt,
wenn du sie fortschickst.

Der Himmel weint die Tränen für mich.
Durchsichtige Tropfen am blassen Himmel.
Doch mein Herz sagt mir,
dass sie aus meinem Blut gemacht sind.

Die bloße Erinnerung,
verbirgt die Schmerzen vor meinem Inneren.
Jetzt erst, verstehe ich warum.

Oh, warum will ich nicht sehen,
dass ich die Schmerzen
nicht in den Verstand sperren darf?
Will ich, dass sie jemals geheilt werden…?

(13.01.2018)

Ich will deinem Lächeln mehr glauben als deinen feurigsten Liebesschwüren. Denn es ist der untrügliche Ausdruck des reinen Gefühls, unabhängig vom menschlichen Verstand und Willen.

 

(Die Kunst, das Leben zu lieben und andere Betrachtungen von Ernst Penzoldt;
insel taschenbuch, 2002.)

Der eine Ring

Wir einander – kaum gespürt
unsre Träume – unberührt
wohin hat uns das geführt?
Gedanken wild und ungeniert
Tränen wo der Tanz regiert
fallen bis sie jemand fängt

Doch ich hab mich an dich verschenkt
hab mich in deinem Wunsch ertränkt
dich um Zärtlichkeiten und Wahrheit bedrängt
mein Blick war durch ferne Ziele beschränkt
doch du hast mich befreit

Wir dafür – noch nicht bereit
unsre Leben – so viel Zeit
und das geträumte Hochzeitskleid?
Manche Pläne zeichnen Leid
Tränen geben wir Geleit
sie wandern bis jemand sie weint

Du hat es doch nicht so gemeint
auch wenn es hoffnungslos erscheint:
der Trotz der uns noch immer eint
die Leidenschaft, die weiter keimt
und Hoffnung hat uns neu verführt

Obwohl wir uns – zu oft gespürt
sind unsre Träume unberührt
und wohin haben sie geführt?
Gedanken frei und ungeniert
doch jetzt ist alles kompliziert.

 

Geständnis – An nie bedachte Schönheit

Und ich kann und kann
es nicht begreifen
Wie das Leben so schön ist
dass es manchmal fast wehtut

Wenn ich Menschen verliere
und meine innere Ruhe
und manchmal meinen Stolz
ist es noch immer perfekt

Wenn man genau hinsieht
Selbst wenn es nur noch
ein „weißt du noch?“ ist
Auf das niemand mehr antwortet

Und ich kann und kann
mich nicht verstehen
wie so viele Menschen
mich mitreißen können
so sehr,
dass es manchmal fast wehtut

Auch wenn wir niemals sprechen
und ich es nie sagen darf
und manche nicht verstehen
So fühle ich…
was kein Wort wiederkennt

Und ich kann und kann
beinahe wirklich glauben:
Das Leben fühlt
– vielleicht –
genau das wohl für mich
und ich
fühle es für dich