Großstadtlyrik

Schatten, wie das Blut eines toten Wesens,
ergießen sich über die Wege.
Jeder hier sucht, vergeblich,
ein Zeichen echten Lebens.
Einsam, als wenn jemand Blumen auf ein Grab legte.

Bäume, mitten in der Dunkelheit.
Die Welt verschwimmt, trostlose Tränen für nichts geweint.
Tausende Menschen, unzählige Straßen, ohne Zusammenhalt.
Einsam, spiegelt sich im schwarzen Teich,
die einheitliche Masse, die doch nichts eint.

Sie kamen hier her um Dinge zu finden.
Und sie suchen noch immer in den Schatten,
zwischen den Mauern, die wissen, dass es nichts gibt.
Einsam stehen sie und sehen wie die Gasse stirbt.

Sie reden über sinnlose Dinge,
niemand spricht das, was er denkt.
Geräusche verschwinden,
werden ausgeblendet,
lösen sich auf.

Wenn sich das Blut noch tiefer über die Straßen senkt.
Einsam, wie mit Blumen am Grab.
Niemand lässt einem Gefühl seinen Lauf.

Ereignisse

Es ist eine ereignisreiche Zeit.
Letzten Sonntag durften wir die Weihnachtsausstellung Blockhaus im Rathaus der Burladinger Maler mit Cataract of Dreams eröffnen. Vielen herzlichen Dank für die Einladung, den großartigen Tag und das viele Lob an unsere Musik.
Am 20.12 endet die Ausstellung von Feuerwicht und mir im jamclub Musikschule und zugleich bauen wir unsere neue Ausstellung im Burladinger Rathaus auf, wo sie dann ein Vierteljahr lang hängen wird. Anschließend kommen die Feiertage, das neue Jahr … und wie es in diesem weitergeht ist noch unklar, aber Möglichkeiten gibt es schon viele.

Gift

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Es gibt in dieser Welt
Keinen anderen Kick
Keine bessere Motivation
Keinen anderen Weg
um dazu zu gehören

Wenn du glücklich sein willst
Töte dich

Weil du zum glücklich sein
Freunde brauchst
Freunde wie uns
Die immer an deiner Seite stehen
um dir aus deinen Tiefs zu helfen
um dir den rechten Weg zu weisen
in eine Welt voller Spaß
voller Freude
voller Glück

Wenn du unser Freund sein willst
Töte dich

Das Gift in deinen Adern zeigt dir
dass du noch am Leben bist
Wenn alles in dir sich sträubt
hast du alles richtig gemacht
Denn es gibt in dieser Gesellschaft
Keinen anderen Weg
Keinen anderen Kick
Kein besseres Gefühl

Wenn du dich nicht erbrichst
dann lebst du noch nicht
Wenn du dich nicht tot fühlst
bist du niemals frei

Stell dich zum singen
auf den Marktplatz
Schrei all deine Schmerzen hinaus!

Und wenn ich da stehe
und aus vollem Herzen singe
fragt ihr mich
warum ich jetzt
zum ersten Mal
betrunken bin

Weil ihr nicht versteht
dass Leben aus Leben entsteht
und das alles was passiert ist
dass ihr verlernt
nüchtern zu lachen
dass ihr euch nicht mehr traut
nüchtern zu tanzen
dass ihr darüber lacht
wenn jemand nüchtern weint
dass ihr vergesst
zu leben
und es nicht spürt
und dass ihr früher sterben werdet

Ich aber brauch euch nicht
zum glücklich sein

Neue Gedichte veröffentlicht

Meine zweite Gedichtsammlung ist, versehen mit über 70 Illustrationen von Feuerwicht, bei BoD erschienen. (Und selbstverständlich auch über Amazon erhältlich). Bis sie auch als e-Book bestellbar ist, kann es noch ein oder zwei Wochen dauern. Aber wer sich schon einmal die Taschenbuch Ausgabe ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, dies hier zu tun.

Behind the Lyrics II

Im vergangenen Monat habe ich meine #Behind_the_Lyrics Serie begonnen, in der ich meine persönliche Interpretation der Liedtexte von Cataract of Dreams „zu Papier“ bringe.
Für den ersten Teil hatte ich mir vier Stücke ausgesucht, die für mich auf verschiedene Arten mit der Entstehungszeit unserer Band verknüpft sind.
Der zweite Teil ist nun überschrieben mit EinBlick auf Beziehung. Er konzentriert sich auf vier Lieder, die Freundschaften und Liebesbeziehungen aus unterschiedlichsten Perspektiven behandeln. Den ersten der Beiträge gibt es nächsten Montag.
Die Beiträge gibt es wieder unter dem #Behind_the_Lyrics:

//www.kath-east.de/tag/behind-the-lyrics/

Die schönste Melodie

Geschrieben
für das Leben selbst
Verspielt
für alle Zeit

Tief im dunklen Labyrinth
liegt ein Kartenspiel
Das Herz~Ass
obendrauf

Tief in Wegen
roten Herzens
ruht ein schwaches Licht
Spiegelsplitter ringsherum

Tief in grauen Nebelschwaden
liegen Vogelfedern
Ausgerissen von den Toten
Verbaut für kleine Nester

Tief in meinem stillen Geist
ruft ein fremdes Wort zu mir
Droht mit Sehnsucht
Ewigkeit
und Schutz für den Moment

Geschrieben
für das Leben selbst
Gespielt
für alle Zeit

Meine schönste Melodie

LebensZeit

Ich lese viel in Büchern
Ihr wisst ja,
wie das ist.
Es hält einen fest
und lässt nicht mehr los.
Lebenszeit verstreicht
und es ist schön.

Das Leben ist nicht wie in Büchern.
Dort gibt es vieles
was immer wiederkehrt.
Du weißt ja,
wie das ist.
Die über alles perfekte Liebe,
die sich um tausend Schwierigkeiten
in die Ewigkeit windet.
Der blutig tobende Krieg
in dem tausende fallen
und manchmal auch jemand
für den die Geschichte
einen Namen kennt.

Hast du schon geweint?

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