Weihnachtslieder, Neujahrslieder

Gerade war ich am Aussuchen der Weihnachtslieder, die wir heute Abend in der Familie spielen werden. Dabei bin ich über ein recht bekanntes Lied gestolpert, dessen erste Strophe mir gerade mehr bedeutet, als jedes Weihnachtslied:

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …

(Wo Menschen sich vergessen, Text: Thomas Laubach)

Wir Menschen werden ständig älter und das gibt uns die Möglichkeit, eine Menge dazuzulernen. Doch um gelerntes auch zur Entfaltung bringen zu können, ist es manchmal notwendig, neu zu starten. Das eigene Leben, aber auch die Beziehung mit anderen. Nach Weihnachten kommt bald Neujahr. Der Zeitpunkt an dem sich viele überlegen, was als nächstes passiert. Vielleicht auch ein Zeitpunkt, um ein mal in Gedanken alles neu zu starten. Und dann, vielleicht, die alten Wegen zu verlassen.

Behind the Lyrics II

Im vergangenen Monat habe ich meine #Behind_the_Lyrics Serie begonnen, in der ich meine persönliche Interpretation der Liedtexte von Cataract of Dreams „zu Papier“ bringe.
Für den ersten Teil hatte ich mir vier Stücke ausgesucht, die für mich auf verschiedene Arten mit der Entstehungszeit unserer Band verknüpft sind.
Der zweite Teil ist nun überschrieben mit EinBlick auf Beziehung. Er konzentriert sich auf vier Lieder, die Freundschaften und Liebesbeziehungen aus unterschiedlichsten Perspektiven behandeln. Den ersten der Beiträge gibt es nächsten Montag.
Die Beiträge gibt es wieder unter dem #Behind_the_Lyrics:

//www.kath-east.de/tag/behind-the-lyrics/

Walk through

Weiches Herz

unfassbar
wie Schmerz
Menschen nahe bringen kann
unbegreiflich
dass wir einander
trotzdem nicht fangen
trotzdem nicht trösten
sehen und gesehen werden
wenn wir sehen
dass wir gesehen werden

Wenn ein Herz zerfließt
wird kaum jemand
es fangen
fast keiner
wird es sehen

unfassbar
wie Schmerz
uns nahe bringen kann
untröstlich
bin ich darüber
dass wir es selten erfahren

Du hast den Stein gebrochen…

Abschied aus der Ferne

Eine Erinnerung an einen beeindruckenden Menschen. Jemanden, der sich mit über 90 Jahren und trotz seiner beinahen Blindheit nicht davon abbringen ließ, Berge zu besteigen und seinen Träumen zu folgen. An jemanden, der anderen zeigte, was wir erreichen können, wenn wir Geduld haben und nicht aufgeben. Und dass es sich lohnt, alles aus unserem Leben zu machen, was uns möglich ist. Auch wenn die Voraussetzungen nicht gut sind.

Im Nachrichtenzeitalter

Wir stehn in der Mitte einer Welt
die wandert mit der Zeit
Das Universum dehnt sich aus
nur wir sind noch nicht bereit.

Für Zeiten regierte das Leben die Welt.
Für viele noch heute alles was zählt.
Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch im heute und jetzt, regieren Worte.

Wenig mehr als ein Satz
überzieht uns mit Terror und Schmerz
birgt Frieden als heiligen Schatz
und Tod für Stumme wie Sänger.

Hier stehen wir jeden Tag
und lesen verzweifelt im Untergang
lauschen Geschrei, mit dem es begann
doch unsere eigene Stimme verzagt.

Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch die Menschheit lebt heute aufgrund starker Worte
Wir alle lesen, wir alle schreiben
und das meiste davon heimlich und leise.

Und ich erwarte nicht, dass wir kämpfen,
denn auch ich bin zu schwach
Ich flehe uns an: Erwacht! und schreit!
Lest nicht und wartet, schreibt!
Sodass alle euch sehen und verstehn.
Hören wir auf gemeinsam auf einem Schweigemarsch
ins Unverständnis zu gehn
und dabei in der Sprache der Weisheit zu flüstern.

Noch stehen wir hier, in der Mitte einer Welt
die springt in der Zeit
der Horizont wird klein und verschwinden
Sind wir bereit?