Mein schwarzes Herz

Nach guten vier Jahren und vielen Verzögerungen ist es endlich so weit: Meine erste Gedichtsammlung Mein schwarzes Herz ist veröffentlicht. Es enthält ca. 90 Gedichte, die ich im Alter zwischen 14 und 16 Jahren schrieb. Eine kleine Leseprobe findet sich hier.

Zu kaufen gibt es das schwarze Herz (wie fast alles) bei Amazon oder bei BoD. Natürlich kann man sich das Taschenbuch auch unter der ISBN 978-3-7392-2078-9 im Buchhandel bestellen lassen.

Sprachlos

Wir wandeln an deinen Ufern
Wir Dichter von morgen
Geister von heute
und die Gespenster der Zukunft

Wir wortlosen Dichter von morgen
Die Herzen voll
mit ungesagten Worten
und in den Augen Tränen

Namenloser Fluss
in dieser stolzen
und doch unbekannten Stadt

Obwohl du so flüsternd erzählst
stehen wir oft sprachlos
an deinen stillen Ufern

So wandeln wir an deinen Ufern
Wir Dichter von morgen
Geister von heute
und die Gespenster der Zukunft

Und sind sprachlos vor Schönheit
Namenlos und stolz
wie eine reiche
und doch unbekannte Stadt

MsH & Daydreams

Mein schwarzes Herz

Nach monatelanger Arbeit macht die Gestaltung meines ersten Gedichtsbandes Mein schwarzes Herz große Fortschritte. Severin Frank hat das Foto für das Titelbild geschossen, die Illustrationen sind alle zusammengestellt, nur ein Teil des Layouts fehlt noch.

Daydreams

Der erste Teil des surrealen Comics Daydreams von Feuerwicht ist aktuell auf einer Comic-Ausstellung in Tübingen zu sehen.
Die Texte zur Geschichte stammen von mir.

Das Wesen des Unklaren

Ohne Titel (1895)

Durch dieses Land streifte er
Wie ein Geist von Tür zu Tür;
Seine Hände umklammerten eine Laute
Und ließen süß sie klingen;

In seinen verträumten Melodien
Konntest du wie einen Sonnenstrahl
Die Wahrheit selber spüren
Und auch himmlische Liebe.

Die Stimme ließ manches Herz schlagen,
Das zu Stein geworden war;
Sie erleuchtete manchen Geist
In entlegenster Dunkelheit.

Doch statt Verherrlichung,
Wo immer die Harfe gespielt wurde,
Bot der Pöbel dem Geächteten
Ein mit Gift gefülltes Gefäß…

Und sprach zu ihm: >>Trink, o Verfluchter,
Dies ist deine Bestimmung!
Wir wollen deine Wahrheit nicht,
Noch deine himmlischen Melodien!<<

Quelle: Niemals eine Atempause –
Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert;
von Joachim Sartorius; Autor des Gedichts: Josef Stalin (1878-1953).

Wie verändert das Wissen um einen Autor den Text, den er geschrieben hat?